Gemeindebriefe

Gemeindebrief Dezember 2014 - Januar 2015

2014 | Ausgabe 416 | Dezember 2014 - Januar 2015

10.05.2017 | 1,1 MiB

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„Sagt den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht!
Seht, da ist euer Gott!“ (Jesaja 35, 4)

Als diese Zeilen auf dem Gebiet des heutigen Israel formuliert wurden, hatte das Volk einen langen Leidensweg hinter sich. Das einst selbstbewusste Volk Israel mit großen Königen wie David und Salomo hatte Krieg und Zerstörung erlebt. Es war von fremden Herrschern erobert worden, hatte seine Könige, seine Unabhängigkeit und sein Selbstbewusstsein verloren. Jahrhundertelang war es verschiedenen fremden Nationen ausgeliefert gewesen. Israel hatte Not und Bedrückung und Erniedrigung erfahren. Die Menschen waren zum Teil vor den Fremdherrschern in andere Länder geflohen, zum Teil waren sie in die Gefangenschaft geführt worden.

Schrecklich war das: Familien wurden auseinandergerissen, Hab und Gut verloren, die Heimat verlassen. Der Tempel, der als Wohnort Gottes auf Erden galt, als Verbindung zwischen Himmel und Erde, war abgerissen und wieder aufgebaut worden. Die Frage, ob Gott sein Volk verlassen hatte oder nicht, lag in der Luft. Auf den HERRN hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied. ...

Gemeindebrief September bis November 2014

2014 | Ausgabe 415 | September - November

10.05.2017 | 2,6 MiB

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Sonntagmorgen im Herbst

Es ist Sonntagmorgen. Du bist wach geworden, ohne dass der Wecker geklingelt hat. „Ungewohnter Luxus“, denkst du noch und setzt dich im Morgenmantel an den großen Tisch im Esszimmer. Du könntest die Zeitung lesen oder Brötchen holen, denkst du dir.

Ein Blick raus: Der Himmel ist trübe. Oder in die Kirche gehen, mal was machen heute. Warum nicht? Du könntest den kräftigen Orgeltönen folgen und dich in die Kirche setzen. Und wenn sie dich dort nicht begeistern, dann begeisterst du eben sie. Und dann stell dir vor, wird es Herbst und du denkst an Erntedank! Und dir fällt die Marmelade ein, die du im August gekocht hast. Und du streichst sie dir daumendick auf das Hörnchen. Und es schmeckt nach Kindheit und ...

Gemeindebrief Juni bis August 2014

2014 | Ausgabe 414 | Juni - August

10.05.2017 | 486,8 KiB

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„Wenn ich irgendwann mal geh´n muss...“

Waren Sie Karfreitag oder Ostern in der Kirche? Wenn ja, dann haben Sie von Jesu Tod und Auferstehung gehört. Oder waren Sie etwa nicht im Gottesdienst? Dann kann ich Ihnen sagen: Es ging um Leben und Tod! Jesus wird in der Bibel so weise und überden-Dingen-stehend geschildert. Das war er auch - denn er ist Gottes Sohn. Aber er hat auch ganz menschliche Züge: Er wird wütend und vertreibt Händler aus dem Tempel, er ist erschöpft und muss sich auf ein Boot zurückziehen und er hat Angst vor dem Tod. In der Nacht bevor er gefangen genommen und zum Tode verurteilt wird, betet er zu Gott. Er fleht ihn an, ihm den Tod zu ersparen: „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen...“ Und am Kreuze hängend schreit er zum Himmel: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Gott hatte ihn nicht verlassen, das wissen wir heute. Gott war die ganze Zeit bei ihm, hat ihn nach seinem Tod sogar auferstehen lassen. Aber Jesus wußte das kurz vor seinem Tod nicht. Ganz menschlich fi nde ich das: Dem Tod aus dem Weg gehen zu wollen, weil er so beängstigend ist, weil wir keine Ahnung haben, was auf uns zukommt und ...

Gemeindebrief Februar und März 2014

2014 | Ausgabe 413 | April - Mai

10.05.2017 | 828,7 KiB

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Steh auf!


In der Bibel gibt es viele Geschichten von Menschen, die von irgendetwas daran gehindert wurden unbeschwert zu leben. Sie konnten nicht sehen oder nicht gehen oder die Sorge um ihre Angehörigen machte sie ganz krank. Jesus galt als Wunderheiler seiner Zeit. Ein Mann, der letzte Rettung und Heilung versprach.

Zu Wunderheilern geht man, wenn nichts anderes geholfen hat. „Da gibt es diesen Jesus. Es heißt, er heilt und weckt sogar die Toten auf, da musst du mal hingehen!“. So ungefähr stelle ich mir ein Gespräch aus der Zeit vor. Da gibt es die Erzählung von dem Gelähmten (Markus 2), den sie Jesus vor die Füße legen, und Jesus sieht ihn an, diesen Mann. Als wäre dessen Problem nicht offensichtlich, ist Jesus erstmal unklar, was der Mann von ihm will. So einfach ist das nämlich oft gar nicht: ...